Phase 2 · Reiki I – Einweihung & Reinigung
Tag 90 deiner Reise

Intention
Der Lenker der Energie

Wohin deine Aufmerksamkeit geht, fließt Energie

Tageskarte: Intention Der Lenker der Energie
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Peter Baumann spricht diesen Tag vollständig für dich ein — ruhig, in deinem Tempo, zum Mitgehen statt zum Mitlesen. Die Aufnahme öffnet sich, sobald du kostenlos angemeldet bist.

Ziel des Tages

Experimentiere heute mit Intentionen so, dass sie Reiki ausrichten, ohne Reiki zu benutzen oder zu bedrängen.

Dein Tageskompass
Heute lernst du
  • Intentionen klar und zugleich offen zu formulieren
  • die Wirkung verschiedener Formulierungen im Körper zu prüfen
  • Absicht von Kontrolle zu unterscheiden
✦   Intention – der Lenker der Energie

Nach der Einweihung wird im Reiki etwas besonders deutlich: Die Hände allein genügen nicht. Entscheidend ist auch, in welchem inneren Zustand du sie auflegst. Genau hier kommt die Intention ins Spiel. Intention heißt im Reiki nicht bloß Wunschdenken, sondern bewusste Ausrichtung. Du richtest Aufmerksamkeit, Haltung und Absicht auf einen bestimmten Fluss aus.

Der Kern ist sehr schlicht: Wenn du die Hände auflegst und innerlich „Reiki fließe“ sagst, dann fließt Reiki. Dieser Satz ist einfach, aber tief. Denn er zeigt, dass Energiearbeit nicht zuerst von komplizierter Technik lebt, sondern von Klarheit.

✦   Die drei Ebenen der Intention

Für deine Praxis ist die Unterscheidung zwischen einer allgemeinen, einer gerichteten und einer tieferen, transformierenden Intention hilfreich. Die allgemeine Form lautet sinngemäß: Reiki fließe zum höchsten Wohl. Das ist im Zweifel die sicherste Haltung, weil du die Wirkung nicht eng kontrollieren willst. Du gibst eine Richtung, aber du überlässt der Energie, wo und wie sie am sinnvollsten arbeitet.

Die gerichtete Intention ist konkreter. Du kannst etwa innerlich ausrichten: Reiki fließe in mein Herzchakra, stärke meinen Bauchraum oder beruhige mein Nervensystem. Das ist besonders dann hilfreich, wenn du bereits deutlich spürst, wo etwas Unterstützung braucht.

Die tiefere, transformierende Intention bezieht sich auf ein Muster, nicht nur auf eine Körperstelle. Etwa: Reiki helfe mir, die Angst vor Ablehnung zu lösen. Hier wird klar, dass Reiki nicht nur körperlich, sondern auch emotional und mental arbeiten kann.

✦   Intention ist nicht Wille

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Intention und Wille. Wille ist oft angespannt. Er will etwas durchdrücken, kontrollieren oder erzwingen. Intention dagegen ist klar, aber offen. Sie setzt einen inneren Kurs, ohne sich gegen das Geschehen zu verkrampfen.

Das ist gerade im Reiki wichtig. Wer mit Gewalt ein bestimmtes Ergebnis will, macht den Fluss oft enger. Wer innerlich sagt: Reiki fließe zum höchsten Wohl, bringt Klarheit hinein, ohne sich über die Ordnung des Prozesses zu stellen.

✦   Ein Beispiel aus der Praxis

Stell dir vor, du legst die Hände auf deinen Bauch. Mit der bloßen Idee „ich mache jetzt Reiki“ entsteht bereits eine Wirkung. Wenn du aber vorher kurz innehältst und eine klare Intention setzt, verändert sich die Qualität. „Reiki beruhige mein Nervensystem“ ist etwas anderes als „Reiki löse die alte Spannung in meinem Solarplexus“ oder „Reiki zeige mir, was heute gebraucht wird“. Jede dieser Ausrichtungen öffnet einen anderen inneren Raum.

✦   Warum dieser Tag wichtig ist

Nach Tagen der Reinigung, des Spürens und der ersten Selbst-Reiki-Praxis führt dich Tag 90 an einen entscheidenden Punkt: Du lernst, nicht nur passiv zu empfangen, sondern bewusst mitzuwirken. Nicht indem du Reiki machst, sondern indem du deine Haltung klärst.

Ein alter Reikimeister würde dazu wahrscheinlich wenig Worte machen. Er würde eher sagen: Sei eindeutig. Nicht hart, sondern eindeutig. Wenn dein Inneres klar ist, folgt der Fluss leichter.

Eine gute Intention ist wie eine offene Tür: klar genug, um Richtung zu geben, weit genug, um Reiki nicht einzuengen.
Innerer Grundton des Tages
  Übung
✧   Fünf Intentionen prüfen  ·  10 Min.
  1. Setze dich in Gassho und wähle fünf kurze Intentionen, zum Beispiel klären, beruhigen, stärken, lösen, segnen.
  2. Lege die Hände auf dein Herz und sprich die erste Intention innerlich. Warte eine Minute.
  3. Wechsle zu Hara oder Händen und prüfe die nächste Intention. Achte auf Atem, Wärme, Enge oder Weite.
  4. Vergleiche nicht spektakulär, sondern fein: Welche Formulierung macht dich stiller? Welche macht dich angestrengt?
  5. Notiere am Ende eine Intention, die sich klar und frei zugleich anfühlt.
Was hast du gespürt, als du verschiedene Intentionen nacheinander auf deine Hände wirken ließest?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

  Meditation
✧   Meditation der klaren Intention  ·  12 Min.
  1. Setze dich in Gassho und lasse zuerst alle fertigen Formulierungen sinken. Bevor du eine Intention setzt, spüre: Bin ich gesammelt oder will ich gerade etwas erzwingen?
  2. Lege beide Hände auf dein Hara. Atme ruhig in die Mitte und warte, bis die Absicht nicht mehr aus Eile kommt, sondern aus einem stilleren Ort in dir.
  3. Sprich innerlich eine einfache Intention, zum Beispiel: Reiki möge heute dorthin fließen, wo es gut und stimmig ist. Prüfe dabei nicht den Satz, sondern die Wirkung im Körper.
  4. Lege die Hände auf dein Herz. Wenn der Wunsch auftaucht, Reiki zu lenken, zu beweisen oder ein bestimmtes Ergebnis herzustellen, nimm genau diesen Wunsch freundlich wahr.
  5. Öffne die Hände ein wenig. Erlaube der Intention, Richtung zu geben, ohne Reiki festzulegen. Das ist der feine Unterschied: Du bist klar, aber nicht hart.
  6. Bleibe einige Minuten bei den Händen. Achte auf Atem, Wärme, Widerstand, Ruhe oder auch auf gar keine deutliche Empfindung. Alles davon gehört zur Schulung der Intention.
  7. Schließe wieder in Gassho und sage innerlich: Ich richte mich aus. Ich vertraue. Ich lasse Reiki frei.
Was hast du in der Meditation über klare Absicht und inneres Loslassen wahrgenommen?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Dein Abschluss

Tagesjournal

Was nehme ich aus der Arbeit mit Intentionen konkret in meine nächste Reiki-Praxis mit?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Angemeldet wird aus einzelnen Tagen ein Weg: dein Fortschritt wird gespeichert, dein Tagebuch bleibt erhalten, und die Einweihungstage öffnen sich zur richtigen Zeit.

Dein Praxisabschluss
Heute hast du geübt
  • Intentionen klar und zugleich offen zu formulieren
  • die Wirkung verschiedener Formulierungen im Körper zu prüfen
  • Absicht von Kontrolle zu unterscheiden