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Reiki I - Integration & Vertiefung
Tag 63 deiner Reise

Reiki und Dank an den Körper

Körperbereiche nicht reparieren wollen, sondern würdigen

Tageskarte: Reiki und Dank an den Körper
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Peter Baumann spricht diesen Tag vollständig für dich ein — ruhig, in deinem Tempo, zum Mitgehen statt zum Mitlesen. Die Aufnahme öffnet sich, sobald du kostenlos angemeldet bist.

Ziel des Tages

Danke deinem Körper heute mit Reiki, nicht weil er perfekt funktioniert, sondern weil er dich trägt.

Dein Tageskompass
Heute lernst du
  • Dankbarkeit gegenüber dem Körper praktisch durch Handauflegen auszudrücken
  • auch schwierige Körperstellen respektvoll einzubeziehen
  • den Körper nicht als Projekt, sondern als Begleiter zu erleben
✦   Impuls

Die meisten wenden sich ihrem Körper zu, wenn er stört. Selten, weil er funktioniert. Der Körper ist nicht dein Patient im abwertenden Sinn. Er ist dein treuester Begleiter. Leg heute die Hände irgendwohin, wo nichts weh tut, und dank ihm für eine ganz konkrete Sache, die er täglich leistet.

Es darf etwas Nüchternes sein: Treppen steigen, verdauen, warm bleiben. Wie ein alter Mantel, der dich durch viele Winter gebracht hat. Man lobt ihn nicht, man merkt ihn erst, wenn er fehlt. Wer den Körper nur bei Beschwerden beachtet, macht ihn zum Problemfall. Heute ist er ausdrücklich keiner. Und wiederhol den Dank an einem Tag, an dem die Stelle wieder stört. Genau dann ist er schwer, und genau dann wirkt er. Es geht nicht darum, Beschwerden schönzureden — du darfst gleichzeitig zum Arzt gehen und deinem Körper danken. Beides schließt sich nicht aus.

✦   Vertiefung

Denk dir die heutige Übung wie einen alten Mantel, der dich durch viele Winter gebracht hat. Das Bild beweist nichts, es ändert nur den Ton. Der Körper wird meist erst dann beachtet, wenn er stört, und bekommt Aufmerksamkeit fast nur in Form von Kritik: zu langsam, zu steif, zu schwer, zu wenig belastbar. Heute geht es einmal andersherum. Wähle eine Stelle, die du sonst nur bemängelst, und lege die Hände genau dorthin.

Der Aufbau bleibt schlicht. Ein Platz, an dem einige Minuten lang niemand etwas von dir will, und ein Sitz, der von allein hält. Beginne mit Gassho, als kleine Verbeugung vor dem, was dich trägt. Wenn die Handflächen sich berühren, geht es nicht ums Reparieren, sondern ums Würdigen. Der Unterschied ist deutlich spürbar, auch für den Körper: wie ein alter Mantel, der dich durch viele Winter gebracht hat.

✦   Praxis

Wähle eine Körperstelle, die du oft kritisierst. Lege die Hände dort hin und danke ihr für eine konkrete Aufgabe, die sie täglich erfüllt. Nimm wirklich die Stelle, über die du dich ärgerst — den Bauch, die Oberschenkel, den Rücken. Und such eine konkrete Leistung, keine allgemeine. Nicht: danke, dass es dich gibt. Sondern: Du hältst mich aufrecht, während ich acht Stunden sitze.

Es kann sein, dass dabei Widerwille auftaucht. Das ist normal und gehört dazu — jahrelange Kritik verschwindet nicht durch einen freundlichen Satz. Bleib trotzdem liegen und wiederhol den Dank ruhig noch einmal, ohne ihn zu erzwingen. Es geht nicht darum, die Stelle plötzlich zu mögen, sondern darum, ihr einmal etwas anderes anzubieten als Ablehnung. Wiederhol die Übung in den nächsten Tagen an derselben Stelle. Beim dritten Mal klingt der Satz meist schon anders.

✦   Beispiel

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Frau legte die Hände auf ihren Bauch, den sie oft kritisierte. Zum ersten Mal dankte sie ihm für Verdauung, Schutz und Ausdauer.

Verdauung, Schutz, Ausdauer — das sind Leistungen, die niemand feiert und jeder voraussetzt. Genau deshalb wirkt der Dank an dieser Stelle so ungewohnt. Nimm heute ausdrücklich etwas Alltägliches, keine Besonderheit. Und wenn sich beim Danken Widerwille meldet, ist das kein Zeichen, dass es nicht stimmt, sondern dass die Stelle lange nur Kritik gehört hat.

✦   Integration

Lass die Hände noch einen Moment an derselben Stelle liegen, bevor du sie löst. Der Dank braucht kein Echo, aber er braucht Zeit. Wie ein alter Mantel, der dich durch viele Winter gebracht hat: Man würdigt ihn nicht mit Worten, sondern damit, dass man ihn noch einmal in die Hand nimmt.

Schreib heute auf, welcher Stelle du gedankt hast und wofür genau. Die konkrete Leistung ist wichtiger als das Gefühl dabei. Und notier ehrlich, ob Widerwille aufgetaucht ist. Wenn du die Übung in ein paar Tagen wiederholst, wirst du an dieser Notiz den Unterschied am deutlichsten sehen.

✦   Nachklang

Bleib noch kurz bei der Stelle, die du heute gewürdigt hast. Nimm eine Frage mit: Welche Körperstelle hat Würdigung statt Korrektur bekommen? Antworte nicht sofort. Meist ist es eine, die schon sehr lange auf etwas anderes als Kritik gewartet hat, und die Antwort darauf fällt oft überraschend deutlich aus.

Dankbarkeit dem eigenen Körper gegenüber ist keine Sentimentalität. Sie ändert die Art, wie du ihn berührst, und das merkt er sofort, lange bevor du darüber nachgedacht hast. Wer so übt, hört auf, gegen sich selbst zu arbeiten. Nimm deshalb mit, was heute nicht verbessert werden musste: wie ein alter Mantel, der dich durch viele Winter gebracht hat. Man wirft ihn nicht weg, weil er Falten hat. Man weiß, was er ausgehalten hat.

Dank an den Körper beginnt dort, wo du aufhörst, ihn nur verbessern zu wollen.
Innerer Grundton des Tages
  Übung
✧   Dank an den Körper  ·  10 Min.
  1. Lege die Hände auf die Füße oder Unterschenkel und danke ihnen fürs Tragen.
  2. Lege die Hände auf Bauch oder Hara und danke für Verarbeitung und Mitte.
  3. Lege die Hände auf Herz und Brustraum und danke für Atem und Empfindsamkeit.
  4. Lege die Hände an eine Körperstelle, mit der du oft unzufrieden bist, und werde besonders sanft.
  5. Schließe mit einem einfachen Danke, ohne Pathos.
Was hast du in der Übung „Dank an den Körper“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

  Meditation
✧   Meditation des Körperdanks  ·  12 Min.
  1. Wandere innerlich durch den Körper von den Füßen bis zum Scheitel.
  2. Bei jeder Region sagst du nicht: Was stimmt nicht?, sondern: Wofür danke ich dir?
  3. Wenn Widerstand auftaucht, nimm auch ihn freundlich wahr.
  4. Lege beide Hände auf das Herz und lass Dankbarkeit klein und echt bleiben.
  5. Schließe mit dem Satz: Mein Körper ist mein Weggefährte.
Was hast du in der Meditation „Meditation des Körperdanks“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Dein Abschluss

Tagesjournal

Was nehme ich aus Reiki und Dank an den Körper konkret in meine nächste Praxis mit?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

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Dein Praxisabschluss
Heute hast du geübt
  • Dankbarkeit gegenüber dem Körper praktisch durch Handauflegen auszudrücken
  • auch schwierige Körperstellen respektvoll einzubeziehen
  • den Körper nicht als Projekt, sondern als Begleiter zu erleben